Klimawandel: Tod der Fichte folgt die Buche

Mittelhessen – Für die Spaziergänger ist das Leiden der heimischen Buchenwälder nicht offensichtlich, aber die Trockenheit der vergangenen Jahre hat auch ihnen arg zugesetzt. „Die Buchen sind schon tot, wissen es aber noch nicht.“ spitzte der Markmeister des Markwaldes Grüningen Ralf Jäkel das gegenwärtige langsame Buchensterben zu. Die ebenfalls vom großflächigen Absterben betroffenen Fichtenbestände haben in unserer Region keine Zukunft, blickte der Leiter des Forstamtes Wettenberg in eine sich weiter schnell verändernde Landschaft. 500 Hektar ehemaliger Fichtenwald stehen im Landkreis Gießen kahl oder in Aufforstung, so Jäkel. Die Forstwirtschaft habe sich den Folgen des Klimawandels zu stellen. Dementsprechend werden ehemalige Fichtenschonungen, beispielsweise mit Roteichen, Hainbuchen und Vogelkirsche in Teilen des Grüninger Markwalds in Pohlheim neu aufgeforstet.

Weiteres Thema war die Verkehrssicherung der Baumbestände entlang der Autobahn A5, die sich über die vergangenen beiden Jahre in Koordination mit Autobahn-Verwaltung und Firmen bis zu den Arbeiten hinzog. Im September 2021 konnten sie nun abgeschlossen werden. 

Der Holzpreis steigt. Inzwischen habe man sich zur Vermarktung der Forstbetriebsgemeinschaft Vogelsberg angeschlossen. Vorteil hier sei ebenso, dass man dadurch keine eigene Waldbrandversicherung benötige und somit Kosten spare. Aufgrund des vielen Schadholzes habe man die Kontingente von 861 Festmetern in den letzten beiden Jahren überschreiten müssen, bilanzierte Alberding aus den zurückliegenden Wirtschaftsplänen 2019/20. Und auch für 2021 sei die Quote aufgrund der Waldschäden schon übertroffen. 100 Prozent Schadholz sei dabei geschlagen worden. 

Am Ende warb Jäkel für die Nutzung des geschlagenen Holzes als Bau- und Werkstoff, denn es binde weiterhin den Kohlenstoff und entlaste damit den Kohlenstoffkreislauf und trage somit nicht zu dem weiter steigenden Treibhauseffekt bei. Insgesamt sei dieses Jahr für den Wald mit mehr Regen nur eine Atempause gewesen, zog er ein Fazit. Schon der September war seit drei Jahrzehnten der Trockenste.     

Flanders: World Choir Games starten mit einem Jahr Verspätung

Der Ministerpräsident von Flandern, Jan Janbom (links), mit dem Direktor der World Choir Games 2021 Flandern Koenraad De Meulder (Mitte) beim Treffen mit Interkultur-Präsident Günter Titsch

Antwerpen/Flandern/Belgien – Frankfurt/Deutschland – Der Ministerpräsident von Flandern, Jan Janbom, und der Präsident der Kulturorganisation Interkultur, Günter Titsch kamen in der Gastgeberstadt der 11. World Choir Games Flandern 2021 zur presseöffentlichen Entzündung des chorolympischen Feuers in der historischen Handelsbörse im belgischen Antwerpen zusammen.

Der internationale Chorwettbewerb wird aufgrund der Pandemie mit einem Jahr Verzögerung nun als hybride Veranstaltung mit Live und Online-Auftritten ab dem 30. Oktober 2021 bis zum 7. November in Antwerpen und Gent stattfinden. 300 Chöre werden dann an dieser auch so bekannten „Olympiade der Chöre“ teilnehmen, viele davon aufgrund noch gültiger Reisebeschränkungen per Video-Stream. Den Organisatoren von Interkultur mit den Partnern in Flandern ist es trotz aller Herausforderungen gelungen, für die vor Ort anwesenden Chöre und Zuschauer sowie die digitalen Teilnehmer rund um den Globus ein attraktives Festival-Programm mit Zeremonien, Wettbewerben, Freundschafts- und Galakonzerten und Workshops zusammenzustellen, freut sich Titsch über den bevorstehenden Start der World Choir Games.